DRIVER AND DRIVEN

 

Image showing RP-Models of Building volumes with varying attributes

Driver and Driven – Wechselbeziehungen interner und externer Entwurfsparameter am Beispiel additiver Konstruktionssysteme aus kurzen Bauteilen

Trotz der Langsamkeit von Architektur und Bauprozess bei der Integration technologischer Innovationen ist der Übergang vom Zeitalter der Massenproduktion zum Zeitalter einer individuellen Massenfertigungauch in der architektonischen Praxis spürbar. Numerisch gesteuerte Fertigungsprozesse versprechen die wirtschaftliche Produktion individualisierter und komplexer Bauteile, und das Entwickeln von digitalen Werkzeugen für den Entwurfs und den Fertigungsprozess erweitert die traditionellen, aus handwerklichen Ursprüngen entwickelten Techniken der Architekturpraxis.

Während diese neuen Potenziale derzeit ausgiebig auf ihre technische Leistungsfähigkeit hin diskutiert und getestet werden, steht eine historische Einordnung noch weitgehend aus. Verschiedene Fragestellungen stehen am Anfang dieser Untersuchung: Existieren Beispiele anderer Epochen und Kulturkreise, die den derzeitigen Entwicklungsprozess informieren können? Ermöglicht es die Verbindung von Entwurfs- und Fertigungswerkzeugen, neue systemische Wechselbeziehungen aus externen Parametern und internen Material- und Struktureigenschaften zu entwickeln, also ein Wechselspiel von “Driver” und “Driven”, welches die derzeit noch bestehende Dominanz einer visuell gesteuerten Formentwicklung über die darauf folgende Materialisierung relativiert?

Das Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung von Wechselbeziehungen zwischen externen Parametern (Klima, Produktionsverhältnisse, soziale Strukturen) und internen Parametern (Materialeigenschaften, Fügungsmethoden) in traditionellen und zeitgenössischen Konstruktionsweisen.